Café Botanico

Farm-to-table Café-Restaurant mit eigenem Permakulturgarten in Berlin-Neukölln 


Reservieren Sie Ihren Tisch auf unserer Terrasse!

Abendkarte dienstags bis samstags 17.00 - 22.00
Brunch samstags und sonntags 10.00 - 16.00

Tischreservierungen gelten für eine Dauer von 2 Stunden, wir möchten Sie deswegen bitten Verspätungen zu vermeiden. Vor oder nach Ihrer Reservierung laden wir Sie ein, etwas Zeit in unserem Permakulturgarten zu verbringen. Dort gibt es auch Sitzgelegenheiten, so daß Sie nach dem Essen mit einem Getränk (falls gewünscht) den Abend dort ausklingen lassen können.
Alle Reservierungen sind momentan für die Terrasse, ausser natürlich bei ungeeignetem Wetter.
Für Tische im Freien brauchen Sie keinen Test. Für Tische im Innenraum jedoch schon.

Samstags von 10.00 - 18.00 gibt es hinten im Permakulturgarten einen Pflanzenverkauf.
Die Wildkräuterführung (Eintritt mit einem Getränk nach Wahl 10 €) findet an Sonntagen statt.
Die nächsten Termine dafür, voraussichtlich Ende Juli oder Anfang August, geben wir bald bekannt.  

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Neuköllns grüner Oase!

Küche

"Ein Rausch für die Zunge"
taz

"Sustainable, seasonal and local food doesn’t get much better than this." 
Cee Cee

Brunch

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Bloody Mary 8.50 €


Brunch Vegan 12 € ❀

Hülsenfrüchte Salat mit Aprikosen, Fenchel & Orange, 
kleiner Wildkräutersalat, getrocknete Tomaten-Kapern Creme, Linsencreme, Oliven, hausgemachte Fragolino-Marmelade, veganer hausgemachter Löwenzahnhonig, Olivenöl und Brotkorb 

Brunch Käse 14 € ❀

Verschiedene Käsesorten, kleiner Wildkräutersalat, Antipasti Gemüse, Paprika-Chili-Marmelade, Honig, Kräuterbutter und Brotkorb

Brunch Salumeria 17 € ❀

Feine Auswahl von Schinken und Salami, zwei Käsesorten, Wildkräutersalat, hausgemachte Fragolino-Marmelade, Honig und Brotkorb 
                            

Warme Speisen 

Rührei mit Freilandeiern aus der Uckermark, je 3 Stück

mit Parmesan 4.50 €

mit Kräutern aus dem Garten 5.50 € ❀

mit Guanciale & Parmesan 6.50 €


Bagel mit Wildlachs, Meerrettich - Frischkäse 
und kleiner Wildkräutersalat 9.50 € ❀


Veganes Bircher Müsli mit Haferflocken, Apfel, Brombeercrème, 

Heidelbeeren, Chia Samen und Vanille (v) 7 €


Süßes
Tiramisu 4.50 €

Schokoladenkuchen mit "doce di leite" Karamell und Erdbeeren aus Brandenburg 6 €



❀ mit Produkten aus unserem eigenen Garten

Speisekarte

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Vorspeisen

Brot mit Wildkräuterbutter & Salz 
3.50 € ❀ (v)

Marinierte Oliven 4.50 € (v)

Botanico Wildkräutersalat 
Der frischeste, gesündeste und außergewöhnlichste Salat Berlins. Mit Kräutern und Blüten aus unserem Garten 
8.50 € ❀ (vegan) 


Bunter Tomatensalat mit Kirschen und Burrata
9.50 € ❀ (v)


Ganze Artischocke mit dreierlei Dips 

Zitronenbutter - Salsa Verde mit Topinamburkraut - 
Mayo mit Gartenminze 
12 € ❀ (v)

Hauptgerichte

Tartlet mit geräucherter Aubergine, mariniertem Tofu,

Orange & Teriyaki, dazu Wildkräutersalat  
12 € ❀ (vegan)


Pasta alle Erbe 
hausgemachte Pasta mit frischen aromatischen Wildkräutern 
& schwarzer Knoblauchpaste (v) 
14 € ❀ (v)


Risotto mit Zitrusfrüchten, Gartenfenchel und Zanderfilet 
14 € ❀


Risotto mit Zitrusfrüchten, Gartenfenchel und Ziegenfrischkäse 11.50 € ❀ (v)

Pasta Amatriciana mit frischen Tomaten & Guanciale
13 €


Kinder-Pasta mit Tomatensauce & Parmesan

6 € (v)

Dessert

Tiramisu 4.50 €
Kuchen 4.50 €



❀ mit Produkten aus unserem eigenen Garten
(v) vegetarisch (mit Parmesan oder Pecorino Käse)

Weine

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All unsere Weine sind bio. Die Winzer Michel Gahier, Mauro Valli und La Salada arbeiten selbst biodynamisch und mit wilden Hefen und verzichten auf zugefügte Sulfite oder Hefen. Die Bioweine aus Sizilien wachsen auf Mafia-befreitem Boden.

Prickelnd 

Chardonnay, Montibulles

Französisches Jura, Michel Gahier. 

Roig Boig, Methode Ancestral Rosé

Katalonien, La Salada. Biodynamisch.


Weiß                            

Grillo, Arridu
Sizilien, Valdibella. Bio.


Il Lugana                                 

Lago di Garda, Pasini. Bio. 

Pecorino, Giocheremo con i Fiori
Abruzzen, Torre dei Beati. Bio.


Orange 

Pagès Content 

Katalonien, La Salada. Biodynamisch, Naturwein.

Xarel-lo, La Bufarella

Katalonien, La Salada. Biodynamisch, Naturwein.


Rosé 

Grenache, Rosato 

Sardinien, Olianas. Bio. 


Rot

Negroamaro

Apulien, Hisoteleray. Bio.

Cannonau di Sardegna

Sardinien, Olianas. Bio.

Sangiovese, Amadeo

Emilia Romagna, Mauro Valli. Bio, Naturwein.

Produkte

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Die Verarbeitung regionaler und saisonaler Produkte ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Unsere berühmten Wildkräuter kommen frisch aus eigenem Bio-Anbau, 0km vom Garten zur Küche, und finden in vielen Gerichten und unseren hausgemachten Limonaden und Tees Verwendung. Am bekanntesten sind sie wohl als Berlin's frischester, gesündester und außergewöhnlichster Wildkräutersalat.

Was wir nicht selbst herstellen, das suchen wir mit Augenmerk auf Qualität und Nachhaltigkeit aus. Unser Lamm beziehen wir von Berliner Wanderschäferin Viola Timm, die mit ihrer Herde das ganze Jahr im Freiland verbringt. Saisonal haben wir Wild von Jäger Norbert Voss aus dem Naturpark Havelland. Beide gehen sorgsam mit der Natur um, das verbindet uns. 

Von unserer Partner-Kooperative Cicchetti in Umbrien beziehen wir besondere Bio-Hülsenfrüchte, worunter alte Sorten wie die Wilderbse Roveja und Platterbsen. Ebenfalls aus Umbrien kommen die sagenhaften luftgetrockneten Schinken und die Salami von Ciliani in Norcia.
Auch wenn wir reinen Wein einschenken: gefiltert ist er nicht immer, dafür bio und mit Bedacht ausgesucht, wie z.B. der Libera Terra Wein von Mafia befreitem Land.


Der Anspruch, lokal zu agieren oder Bio-Qualität anzubieten verbindet uns mit unseren Lieferern wie Kønigliche Backstube, Oval Espresso, Berliner Berg Brauerei, der veganen PlantAge Genossenschaft und den Prinzessinnengärten.

Die fleissigen Bienchen von Michael Brey produzieren Honig in unserem Garten und der unmittelbaren Nachbarschaft. 

Garten

"... durch die Hintertür betritt man Alice's Wunderland."
Boris Lauser

"Wer Urban Gardening einen Schritt weiterdenkt, findet in Permakultur ein System, bei dem die Natur ihren Zauber mit so wenig menschlichen Eingriffen wie möglich walten lässt. Um diese uralte Methode zu erleben geht man am besten ins Café Botanico." 
Visit Berlin

Der Botanico Garten

Die Kostbarkeiten aus dem Garten werden frisch in der Botanico Küche verwertet:
Obst und Gemüse je nach Saison, die aromatischen Wildkräuter sogar beinahe ganzjährig.

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Als Permakultur-Gärtner und Botanico Gründer Martin Höfft 2012 die verwilderte Kleingartenanlage in Neukölln betrat, hatte er sprichwörtlich den Nährboden für das Café Botanico gefunden. Auf 1000qm werden dort jetzt alte Gemüsesorten, Obst und Wildpflanzen in naturnahem Anbau nach dem Vorbild der Permakultur kultiviert. Es ist der einzige bio-zertifizierte Waldgarten dieser Größe im Innenstadtgebiet von Berlin. 

Die Kostbarkeiten aus dem Garten werden frisch in der Botanico Küche verwertet: Obst und Gemüse je nach Saison, die aromatischen Wildkräuter sogar beinahe ganzjährig.

Der Betrieb kommt ohne Subventionen, Fördermittel und Bankkredite aus und finanziert sich allein durch den Verkauf der Erzeugnisse durch das Café-Restaurant.

Permakultur

Für uns ist Permakultur die nachhaltigste Form der Landwirtschaft und des modernen Lebens auf und mit der Erde.

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Die Konzepte und Methoden schließen ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen ein und bieten Anleitungen, unseren Lebensraum in all diesen Bereichen nachhaltig zu optimieren. Dabei geht es ausdrücklich nicht um das Maximieren eines kurzfristigen Ertrags, sondern um die kontinuierliche Verbesserung der Lebensbedingungen aller Beteiligten und deren Nachkommen.

 

Ein Permakultur-Garten ist ein Ökosystem, das das ganze Jahr über und möglichst viele Jahre lang "in Betrieb" ist. Kulturpflanzen werden nach der Ernte nicht sofort entfernt oder durch neue ersetzt. Ziel ist ein Lebensraum, welcher sich mit den gegebenen Resourcen und minimalen Eingriffen weitestgehend selbst reguliert und nachhaltig im Gleichgewicht hält. Der Platz zwischen den einzelnen Pflanzungen soll möglichst rund ums Jahr mit Zwischenkulturen, Beikräutern oder Biomasse (einer Mulchdecke aus abgestorbenem Pflanzenmaterial) bedeckt und damit geschützt sein. Der Boden wird nur oberflächlich bearbeitet und möglichst nicht umgegraben. Manche Kulturen bleiben auch nach der Ernte stehen und vermehren sich durch Wurzelausläufer oder Selbstaussaat weiter. Ausgerupftes Unkraut bleibt im Beet, damit die verrottende Biomasse den Boden bereichern kann.

 

Welche Pflanzen man anbaut, hängt von persönlichen Vorlieben ab, aber auch von der eigenen Offenheit, sich von der Natur überraschen zu lassen. Wer sich Zeit nimmt, die eigenen Erfolge und Misserfolge zu beobachten, wird feststellen, dass manche Pflanzenarten am besten wachsen, wenn man sie in Ruhe lässt (z.B. Wilde Rauke), während andere sehr viel Pflege und Aufmerksamkeit benötigen (z.B. Tomaten). Ein Permakultur-Gärtner versucht stets ein harmonisches Gleichgewicht zwischen den einzelnen Pflanzen und seinen eigenen Fähigkeiten und Vorlieben sowie denen seiner Mitgärtner zu entwickeln. Jeder Permakultur-Garten ist somit eine einzigartige Symbiose zwischen Mensch und Natur. Diese Anbaumethode ist nach einiger Zeit nachhaltiger als alle anderen bekannten Anbausysteme, weil sich das Ökosystem so vervielfältigt und bereichert, anstatt sich zu erschöpfen.


Gedüngt wird mit Kompost und Pflanzenjauchen aus Brennnessel, Beinwell, Kohlblättern, Giersch, Schachtelhalm und anderen Pflanzenresten. Außerdem benutzen wir punktuell Hornspäne für starkzeherende Kulturen, Bentonit zur Sandbodenverbesserung und gegebenfalls Kalk zur PH-Wert-Regulierung.

 

Chemische, selbst im Ökoanbau zugelassene Pflanzenschutzmittel werden nicht verwendet. Durch die Mischkultur treten Schädlinge und Krankheiten nur an einzelnen Pflanzen auf und richten in der Regel keinen größeren Schaden an. Im Naturgarten leben zudem zahlreiche natürliche Feinde von Fraßschädlingen. Durch Besprühen der Blätter mit Pflanzenjauchen können zudem die Pflanzengesundheit und damit die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen gestärkt werden. 

 

Generell vertrauen unsere Gärtner gern auf das harmonische Miteinander und das kontingente Nebeneineindander von natürlichen Prozessen und darauf, dass die meisten Pflanzen nach Hunderttausenden von Jahren besser an den Einfluss von Sonne, Regen, Luft und Erde angepasst sind, als an nicht einmal hundert Jahre industriellen Pflanzenbau.

Auswahl unserer Gartenkräuter

Im Botanico Garten, 50m von der Küche entfernt, wachsen über 200 verschiedene Pflanzen. Aromatische Wildkräuter und Gemüse werden in unserer Küche direkt nach der Ernte zubereitet.

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Bergamot Minze | Mentha x piperita var. citrata 'Bergamotte' | Pfefferminzsorte mit Bergamotte-Aroma
Berglauch | Allium senescens; german garlic | Seltene einheimische Wildstaude, auch als Zierpflanze
Blutampfer | Rumex sanguineus var. sanguineus, bloody wood dock | Kulturform des einheimischen Hainampfers
Borretsch | Borago officinalis, bourrache, hodan bei Fenchel | Verbreitete Heil- und Bauerngartenpflanze
Brauner Senf | Brassica juncea, Chinese mustard, moutarde brune | Vielfältige Senfart aus Asien, hier Sheurinfong "Green in the Snow"
Duft-Kälberkropf | Chaerophyllum aromaticum | Seltene einheimische Wildstaude
Echte Winterkresse | Barbarea vulgaris, bitter cress, barbarée commune | Heimisches Wildkraut mit kresseartigem Geschmack
Echter Kerbel | Anthriscus cerefolium, chervil, cerfeuil, frenk maydanozu | Beliebtes heimisches Würzkraut
Frühlingsbarbarakraut | Barbarea verna, land cress, cresson de terre | Heimisches Wildkraut mit kresseartigem Geschmack
Gartenkresse | Lepidium sativum, cress, cresson alénois, tere | Wildpflanze aus Westasien
Gartensalat | Lactuca sativa, Lattich, lettuce, laitue, marul | In Mitteleuropa erst seit Karl dem Großen verbreitet
Gemeine Nachtkerze | Oenothera biennis, evening star, onagre, eşek otu | Indianische Heilpflanze, in Europa eingebürgert
Gewürzfenchel | Foeniculum vulgare/dulce, fennel, fenouil, rezene | Alte, ursprünglich mediterrane Kulturpflanze
Giersch | Aegopodium podagraria, ground elder, égopode | Heimische Heilpflanze und berüchtigtes "Unkraut"
Gundermann | Glechoma hederacea, ground-ivy, lierre terrestre | Alte europäische Heil- und Zauberpflanze
Hirschhorn-Wegerich | Plantago coronopus, minutina, barba dei frati | Traditionelles heimisches Wildgemüse
Indianernessel | Monarda didyma | Indianische Heilpflanze mit vielen Zuchtformen
Kanadisches Berufkraut | Conyza canadensis, horseweed, vergerette du Canada | Eingebürgert aus Amerika, dort ein Ackerunkraut
Kantenlauch | Allium angulosum | Alte, heimische Würzpflanze
Kapuzinerkresse | Tropaeolum majus, nasturtium, capucine | Ursprünglich aus Südamerika, nicht mit Kresse verwandt: 2013 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt
Kleiner Sauerampfer | Rumex acetosella, sheep's sorrel, petite oseille | Heimische Wildstaude
Kleiner Wiesenknopf | Sanguisorba minor, salad burnet, pimprenelle, küçük çayırdüğmesim, auch Pimpinelle, Bibernelle, Blutstillerin | Salatkraut, Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße
Krause Minze | Mentha spicata, spearmint, kıvırcık nanenin | Beliebte Heil- und Duftpflanzen mit vielen Sorten
Lauch-Hellerkraut | Thlaspi alliaceum, garlic pennycress | Sehr seltene Wildpflanze
Löwenzahn | Taraxacum officinale, dandelion, pissenlit, karahindiba | Verbreitete heimische Wildstaude
Meerrettich | Armoracia rusticana, horseradish, raifort, bayır turpu | Uralte sehr gesunde Heil- und Gemüsepflanze
Parakresse | Acmella oleracea, jambú, brèdes mafane | Gewürzpflanze aus Brasilien
Pastinak | Pastinaca sativa, parsnip, panais, yabani havuç | Alte Gemüsepflanze
Pfefferkraut | Lepidium latifolium, pepperwort, grande passerage | Einheimische Wildstaude
Pfefferminze | Mentha × piperita, peppermint, bahçe nanesi | Beliebte Heil- und Duftpflanzen mit vielen Sorten
Ringelblume | Calendula officinalis | Traditionelle Zier- und Heilpflanze in Bauerngärten
Schild-Ampfer | Rumex scutatus, "Herba romana" | Heimische Wildpflanze mit Kulturformen
Schnittknoblauch | Allium tuberosum | Wildpflanze aus China, heute weltweit in Kultur
Sellerie | Apium graveolens | Weltweit verbreitete Arznei- und Gemüsepflanze
Senfrauke | Eruca sativa, salad rocket, roquette, roka | Alte Salatpflanze mit kresse-nussartigem Geschmack
Sibirisches Tellerkraut | Claytonia sibirica, Siberian spring beauty | Mehrjährige Verwandte des Winterportulaks
Spitzwegerich | Plantago lanceolata, ribwort plantain, sinirli ot | Weltweit verbreitete Wildpflanze, schmeckt nach frischen Pilzen
Süßdolde | Myrrhis odorata, cicely, cerfeuil anisé | Heimische Duft- und Gewürzpflanze
Türkischer Drachenkopf | Dracocephalum moldavica, Moldawische Melisse | Arzneipflanze mit Zitronenduft
Venuskamm | Scandix pecten-veneris, Nadelkerbel, shepherdsneedle | Wildpflanze, mittlerweile in Deutschland durch die moderne Landwirtschaft fast ausgerottet
Wasabi | Wasabia japonica, Japanischer Meerrettich | Schärfer als europäischer Meerrettich
Wasserminze | Mentha aquatica, water mint, su nanesi | Heimische Wildstaude; heiliges Kraut der Druiden
Wiesen-Sauerampfer | Rumex acetosa, sorrel, oseille, labada | Heimische Wild- und Kulturstaude
Wilde Malve | Malva sylvestris, mallow, mauve, ebegümeci | Wildpflanze mit unzähligen Kulturformen
Wilde Möhre | Daucus carota, wild carrot | Wildform der Gartenmöhre mit "Scheininsekt" auf der Blüte - im Altertum u.a. als Contreceptivum verwendet
Wilde Rauke | Diplotaxis tenuifolia, wild rocket, roquette sauvage | Mehrjährige Wildform der Rucola mit gelben Blüten
Zitronenmelisse | Melissa officinalis, lemon balm, melisa | Arzneipflanze aus dem östlichen Mittelmeerraum



Im Gespräch

Ein Interview mit Botanico Gründer und Permakultur Gärtner Martin Höfft.

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Welche Werte möchte das Café Botanico vermitteln?

Es gibt hier verschiedene Ebenen: Im politischen Sinn geht es uns im Café Botanico um Transition oder auch, wie manche Soziologen es nennen, um Transformationsdesign... also darum, wie wir den Übergang in eine nachhaltigere Gesellschaft mitgestalten können. Der Weg dahin führt uns aber nicht nur auf die politische Ebene, sondern auch in den Alltag, gerade auch unseren eigenen. Wir finden es dabei wichtig, dass wir unsere Mitmenschen und auch uns selbst nicht mit zu hohen Erwartungen und Zielen überfordern und dass wir uns nicht anmaßen, hier den einzigen richtigen Weg gefunden zu haben. Bei uns sind alle willkommen: nicht nur überzeugte Ökologen, Veganer und Super-Foodies, sondern auch deren Eltern, Freunde oder Geschäftspartner; und natürlich Laufkundschaft aus dem Kiez oder die Nachbarin, die einfach einen guten Kaffee trinken möchte. Und zwar nicht weil dieser bio und fair ist, sondern weil er schmeckt und sein Genuss das Wohlbefinden steigert. Es geht zwar konzeptionell um lokale Produktionszyklen, um Kreislaufwirtschaft, um ökologischen Anbau, um gesundes Essen - aber zu allererst geht es uns darum, dass sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen; dass es ihnen schmeckt und dass sie nicht mit einem schlechten Gewissen nach Hause gehen müssen, sondern ganz im Gegenteil, dass sie sich angenehm gesättigt und zufrieden fühlen; und vielleicht inspiriert. Denn wir machen hier ein Angebot, nämlich sich mit natürlichen Zutaten auseinanderzusetzen und die Vielfalt der belebten Natur in Form essbarer natürlicher Pflanzen kennenzulernen. Ich persönlich glaube, und damit komme ich wieder auf die Wege in eine nachhaltigere Gesellschaft zurück, dass man nur schützen und pflegen kann, was man auch kennt und schätzen gelernt hat. Die Vielfalt und Reichhaltigkeit der Pflanzenwelt, der "Botanik" spielt hier eine Schlüsselrolle. Daher "Café Botanico". Unsere Gäste können hier Pflanzen kennenlernen, die sie aus ihrem Vorgarten, Parks, Waldspaziergängen oder auch von der Baumscheibe vor ihrem Haus kennen. Aber hier können Sie sie anfassen und davon kosten; und sie können sie zu einfachen Mahlzeiten liebevoll zubereitet auf ihrem Teller erleben.
 
Was bedeutet Farm-to-table?
Farm-to-table oder garden-to-table bedeutet, dass Produkte mehr oder weniger direkt vom Bauernhof oder eben aus dem Garten auf den Teller kommen. Ohne über Großmärkte und Zwischenhändler anonymisiert zu werden; und möglichst auch ohne lange Lieferwege. Ein Teil unserer Zutaten kommt direkt aus dem eigenen Permakulturgarten; das ist ein sogenannter Waldgarten, den wir nach dem Vorbild eines natürlichen Ökosystems angelegt haben und in dem wir täglich eine Vielzahl an unterschiedlichen Wildkräutern, Gemüse und Obst für die Küche sammeln. Die zugekauften Zutaten versuchen wir möglichst direkt von landwirtschaftlichen Produzenten zu beziehen.

Wie gelingt es Euch nachhaltig zu agieren und woher bezieht Ihr die zugekauften Zutaten?
Diejenigen Zutaten, die wir aus dem Garten auf den Tisch bringen, können wohl kaum nachhaltiger produziert werden: alle Arbeitsschritte von der Aussaat über die Pflanzung, Kulturführung, Pflanzenpflege, Ernte, Putzen, Zubereitung bis letztlich zum Verzehr finden vor Ort, hier bei uns im Café Botanico, statt. Reste, Überschüsse und Abfälle werden sorgfältig kompostiert, so dass keinerlei Müll entsteht. Im Gegenteil: das was nicht gegessen wird, bleibt im ökologischen Kreislauf des Gartens erhalten und bietet Nährstoffe für folgende Pflanzengenerationen. Wir achten darauf, dass die Bodenfruchtbarkeit und die Artenvielfalt innerhalb des Systems jedes Jahr zunehmen, statt sich wie in vielen anderen Produktionsabläufen, selbst im Ökologischen Landbau kann das passieren, mit der Zeit verringern.
    
Das Café ist, im Gegensatz zum Garten nicht Bio-zertifiziert. Bei den zugekauften Zutaten achten wir aber darauf, dass wenigstens eines, möglichst mehrere der folgenden Attribute zutrifft: Direktbezug vom Erzeuger (farm-to-table), regional/lokal, ökologisch, fair, handwerkliche Produktion. So beziehen wir z.B. unsere Hülsenfrüchte (Platterbsen, Kichererbsen, Linsen, Bohnen) von einem Bio-Bauernhof aus Umbrien. Hier nehmen wir den Transport per LKW ein bis zweimal im Jahr in Kauf, um die persönliche Handelsbeziehung mit unserem Partner-Betrieb aufrecht zu erhalten, der tolle Produkte in fantastischer Qualität herstellt.
 
Ansonsten geben wir offen zu, dass wir aus logistischen und finanziellen Gründen nicht immer auf Produkte zurückgreifen können, die den oben genannten Kriterien entsprechen. Wir kaufen also auch im Supermarkt (Bio-Company, Rewe und Metro) ein oder lassen von Zwischenhändlern liefern. Das sind Kompromisse, die wir bewusst eingehen, und die wir immer wieder diskutieren und zu gestalten suchen. Letztendlich ist es uns wichtig, dass das Essen bei uns nicht zu teuer wird und für alle bezahlbar bleibt. Wir versuchen hier, einen ausgewogenen und in sich schlüssigen Kompromiss zu finden und die bestmögliche Qualität zu einem günstigen Preis anzubieten und dabei eine möglichst hohen Anteil nachhaltiger Produkte einzubinden.

Heutzutage greifen viele Menschen zu Fertigprodukten im Alltag. Selbst gekocht mit frischen und gesunden Zutaten wird immer weniger. Wie könnte sich Deiner Meinung nach das Bewusstsein für den Wert von Essen und Lebensmitteln wieder mehr in uns verankern?

Ich persönlich glaube, dass es nicht so gut über den moralischen Zeigefinger und ein schlechtes Gewissen ("wie, Du isst Fleisch?" oder "aber das ist doch voll ungesund") geht, denn über positive Motivation: Wenn es uns schmeckt, wenn wir etwas mit Freude genießen, dann können wir auch den Wert einer Mahlzeit schätzen. Sich gesund und natürlich zu ernähren sollte kein Verzicht sondern eine Bereicherung fürs Leben sein; Dinge von Leuten zu kaufen, die man kennt und deren Arbeit man schätzt, schafft mehr Zufriedenheit als sich ein anoymes Produkt aus dem Supermarkt in den Einkaufswagen zu legen. In Gesellschaft zu kochen und zu essen, macht mehr Spaß, als sich alleine ein Fertiggericht aufzuwärmen. Das sollte nicht bedeuten, dass man keine Fertiggerichte mehr essen darf - es bedeutet viel mehr: wer gutes Essen kennt, der wird darauf nicht grundsätzlich verzichten wollen; oder anders: wer die Natur kennen und lieben gelern hat, wird auch für sie eintreten und sie schützen.
Auf der anderen Seite muss die Politik natürlich Rahmenbedingungen schaffen, die uns leichter machen, uns gesund und nachhaltig zu ernähren. Beispielsweise müssten Produkte aus nicht-artgerechter Tierhaltung wenn schon nicht sofort verboten, dann zumindest nicht weiter durch Subventionen künstlich billiger gemacht und schon gar nicht zu Dumpingpreisen exportiert werden dürfen (Deutschland war 2017 größter Schweinefleischexporteur der Welt; https://www.weltexporte.de/schweinefleisch-exporte[https://www.weltexporte.de/schweinefleisch-exporte/#Schweinefleisch]).
Wir freuen uns, wenn Gäste wegen des guten Essens und nicht wegen ihres schlechten Gewisssens zu uns kommen - und wenn sie dann unseren Wildkräutersalat essen und erkennen, dass der besser schmeckt als jeder noch so gut zubereitete Convenience-Salat aus dem Supermarktregal. Einfach nur weil er frisch und natürlich ist. Und dann schicken wir die Gäste in den Garten, wo sie sich die Pflanzen ansehen können, deren Blätter und Blüten sie gerade erst gegessen haben. Und wenn sie dann mit offenem Mund sagen: das ist aber schön hier, und mitten in der Stadt...! Und dann erzähle ich gerne, dass vieles davon ganz von alleine wächst; man muss sich nur die Zeit nehmen, es kennen, nutzen und lieben zu lernen. Und wachsen zu lassen. Kann man sich etwas schöneres vorstellen?

Zum ersten Mal im Café Botanico - was würdet Ihr empfehlen?

Ja, schon unseren Wildkräutersalat. Er repräsentiert das, was natürlicherweise zur jeweiligen Jahreszeit im Garten wächst. Ich behaupte mal, dass das der frischste, leckerste und artenreichste Salat ist, den man in Berlin kriegen kann - außer man kennt sich gut aus und sammelt selber. Dazu würde ich unser Lamm empfehlen, das wir direkt von einer Berliner Wanderschäferei bekommen. Die Tiere sind das ganze Jahr auf der Weide (s. Foto unten), und unser Koch zaubert Köstlichkeiten aus allen Teilen, verwertet also das gesamte Tier. Wer kein Fleisch mag, dem empfehlen wir Pasta alle Erbe mit frischen Kräutern aus dem Garten und ein Glas Wein oder hausgemachter Kombucha. Und danach ein Stück hausgemachter Kuchen mit einem Espresso. 

Presse

232020 Preisträger bei den FIZZZ Awards in der Kategorie Green Management
Das „Café Botanico“ möchte den Übergang in eine nachhaltigere Gesellschaft mitgestalten. Der Weg dahin führt die Initiatoren aber nicht nur auf die politische Ebene, sondern auch in den eigenen Alltag. Das Farm-to-table-Restaurant mit eigenem 1.000 qm großen Permakulturgarten mitten in Berlin arbeitet nachhaltig und mit konsequentem Low-waste-Ansatz. Die Zielgruppe sind Gäste jeglicher Couleur, die nicht nur vorbeikommen, weil das Angebot bio oder fair ist, sondern weil es schmeckt und weil sie sich wohlfühlen. Ein Teil der Zutaten kommt direkt aus dem eigenen Waldgarten, der nach dem Vorbild eines natürlichen Ökosystems angelegt wurde und in dem täglich eine Vielzahl an unterschiedlichen Wildkräutern, Gemüse und Obst gesammelt wird.
 

01/2020 - Interview auf Good Superfood
Wir sprechen mit Inhaber Martin Höfft über die Wertvorstellungen des Farm-to-table Restaurants und den Ansatz zu Nachhaltigkeit und bewussten Genuss im Alltag zu finden.

01/2020 - Visit Berlin
Wer Urban Gardening einen Schritt weiterdenkt, findet in Permakultur ein System, bei dem die Natur ihren Zauber mit so wenig menschlichen Eingriffen wie möglich walten lässt. Um diese uralte Methode zu erleben geht man am besten ins Café Botanico.

05/2019 - Berliner Zeitung, Blog Jäger und Sammler
Ein tolles Konzept, eine extrem aromatische Küche, einfach ein ganz besonderer Ort in Rixdorf.

Cee Cee
Sustainable, seasonal and local food doesn’t get much better than this.
The fresh pasta with wild herb salad is one of the best meals I’ve had in Berlin.

tipBerlin
Das Risotto, an diesem Tag mit wildem Spinat, ist schlotz-cremig und schmeckt vor allem unglaublich grün. Den Gartensalat – unter anderem Knospen, Stengel, Blätter und Blüte des Rettichs, Brunnenkresse, Giersch, Rucola – ergänzt ein Brotzeitteller mit Speck, zweierlei italienischen Schinken, einer eher milden Fenchelsalamie und einem gereiften Hartkäse, wie man ihn etwa aus den Seealpen kennt. Die Gartenlimonade ist weder zu süß noch zu sauer und so selbst gemacht wie das zusammengewürfelte Interieur irgendwo zwischen dem agitativen Wohngefühl einer Alt-Kreuzberger Kommune und der Authentizität eines mediterranen Agriturismo.
 
Das klingt so bunt, wie es eben auch der Gemüsegarten ist. Und es passt bestens zu einem Ort, der den
sprießenden Zeitgeist des Urban Gardenings um eine nachhaltige, experimentelle und, ja, auch politische Dimension erweitert.

07/2018 Fizzz
Manche Berliner Gastronomie bekommt viel Presse und Aufmerksamkeit für ihr „brutal lokales“ Konzept, doch so lokal wie bei diesem stillen Star ist es selten.

06/2017 Garcon
Wildkräutersalat serviert, der den Namen wirklich verdient.

06/2014 taz
Ein Rausch für die Zunge.

Boris Lauser
This is one of the hidden gems that are almost too good to be true. From the street almost not visible, you enter the door to what first looks like a normal Berlin retro café. But once you exit again through the backyard door, you enter Alice's Wonderland: A tremendous permaculture backyard garden that grows everything you may desire. And the best, you can order beautiful Italian food prepared with all the goodies from the garden: A Wild Herb salad with about 30 different wild herbs, Wild herb risotto with true Italian Pecorino, Herbal Garden Teas and much more. You'll forget about time and everything in this place.

Schrot und Korn:
Mit Zauberei hat die Magie dieses Ortes tatsächlich nichts zu tun, stattdessen lautet Höffts Geheimnis: Permakultur.

Zitty
Es macht großen Spaß, hier zu essen. Schon der erste Gang, Wildkräutersalat, weckt botanischen Ehrgeiz. Ach – das, was wie zarte Petersilie schmeckt, ist Giersch? Und die Blätter mit dem Aroma frischer Gurke Borretsch?

Oya
Für mich ist das ein wegweisendes Konzept. Mit so radikal lokaler Nahrungsmittelproduktion können wir ressourcenschonender leben, und gleichzeitig bleibt die Stadt, in der Gemüse angebaut wird, ein lebendiger und lebenswerter Ort. Mein Rat: Unterstützt dieses Projekt, probiert euch durch die Speisekarte! Und besichtigt diesen tollen Garten! (Judith Henning)

Gartenflora
Gemüse und Wildkräuter sind mit Schildern markiert, auf denen der botanische Name und die Verwendung stehen. Da halten selbst passionierte Gärtner inne und staunen, was alles essbar ist. So ein Rundgang ist wie eine Lehrstunde in Geduld, für jeden Gärtner zu empfehlen, aber in keinem Moment belehrend. Auch ich habe viel dazugelernt, und der wilde Permakulturgarten hat mich zu einigen Ideen für meinen eigenen Garten inspiriert. (Natalie Faßmann)

Jobs

Wir suchen ab sofort Verstärkung für unser Team im Bereich Service.
Bei Interesse bitte Email an info@cafe-botanico.de

Über uns

Wer gutes und qualitatives Essen schätzt, sich für Permakultur interessiert, Nachhaltigkeit zelebriert, gerne mit Freunden in Wohnzimmeratmosphäre feiert, wer mitten in der Stadt einen Zaubergarten besuchen möchte, der wird sich bei uns wohl fühlen.
Es geht uns konzeptionell um lokale und ökologische Produktionszyklen, Kreislaufwirtschaft und gesundes Essen - aber zu allererst geht es uns darum, dass sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen und dass es ihnen schmeckt.

In unserem bio-zertifizierten Garten darf sich jeder umschauen, und die Vielfalt und Reichhaltigkeit der Pflanzenwelt, der "Botanik" kennenlernen. Daher "Café Botanico". Sie können hier Pflanzen entdecken, die Sie aus ihrem Vorgarten, Waldspaziergängen, Parks oder auch von der Baumscheibe vor ihrem Haus kennen. Aber hier können Sie sie anfassen und davon kosten; und Sie können sie zu feinen Gerichten liebevoll zubereitet auf ihrem Teller erleben.  


Das Team:

Martin Höfft Gärtner, Inhaber, Gründer
Christine Sticher Inhaberin
Ipek Arkan Managerin
Julia Ebert Küchenchefin
Ermano Steri Koch
Roberto Martilotti Koch und Service