Was wächst jetzt bei uns im Garten?

Unser Gemüsegarten ist keine Landwirtschaft im herkömmlichen Sinne, sondern ein sogenannter Forest Garden, ein naturähnlicher Sammelgarten, in dem Pflanzen das ganze Jahr über stehen bleiben und sich zu einem großen Teil selbst vermehren und verbreiten. Wir kultivieren und ernten nicht mechanisch und systematisch wie in einem Gemüsebaubetrieb sondern sammeln und pflücken Beeren, Blätter, Nüsse, Früchte, Kräuter, Stiele, Wurzeln im Lauf der Jahreszeit und der Wuchsperioden einzelner Pflanzen. Das erhöht die Nähe zur Natur und die Vielfalt der Arten im Ökosystem. An beinahe jedem Tag im Jahr findet man, wenn auch manchmal nur in geringen Mengen, etwas zu ernten und zu essen. 

 

Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen, wie es zurzeit im Garten aussieht und was gerade geerntet werden kann bzw. auf die Speisekarte des Café-Restaurants wandert:

 

 

 

April 2017

Die schönste Zeit im Garten, alles grünt und blüht - die Wildkräuter schmecken jetzt am allerbesten. Es gibt jetzt im Restaurant wieder reichlich Salat und unsere beliebte hausgemachte Pasta alle Erbe (mit frisch geschnittenen, rohen Frühlingskräutern): Gemüseampfer, Blutampfer, Wiesenkerbel, Ewiger Spinat (ein mehrjähriger Blattmangold), Bärlauch, Wunderlauch, Berglauch, Kantenlauch, Gierschspitzen, junger Löwenzahn, Zichorie, Nadelkerbel, Barbarakraut, Süßfenchel, Petersilie, Winterportulak, Frühlingsschlüsselblume, junge Brennnessel (fein geschnitten mit Olivenöl vermengt brennt sie nicht!), Ewiger Kohl (ein mehrjähriger Kohl, der im Frühling feinste junge Triebe produziert).

März 2017

Die ersten Vorfrühlingskräuter! Venuskamm, Scharbockskraut, Wunderlauch, Schafgarbe, Postelein, Süßfenchel

Februar 2017

Zeit zum Backen und für neue Tellergerichte (jetzt im Februar nur mit Spuren von Gartenkräutern, denn bei Frost kann nur wenig oder gar nicht geerntet werden.

Dezember & Januar

Wenn es das Wetter erlaubt, ernten wir im Winter Salat, Kohl, Topinambur, Mangold und einige Wildkräuter, wie oben rechts den winterharten Nadelkerbel. Der Garten leert sich langsam - doch erstaunlich viele Pflanzen ertragen die Kälte. Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt lassen sich immer wieder einzelne Blättchen unter der Laub- bzw. Mulchdecke finden - im Winter eine besondere Kostbarkeit, denn diese Blättchen sind reich an Inhaltsstoffen und Vitaminen (Löffelkraut, Winterkresse, Brunnenkresse, Schaumkraut, Nadelkerbel). Bei gefrorenem Boden, jetzt im Januar, kann nicht geerntet werden, und der Garten bekommt eine Pause. Im Restaurant gibt es dann unsere italienischen Produkte, sowie hausgemachte Pasta alla Chitarra, Ravioli, Fetticine mit Trüffeln aus Norcia oder Wildschwein aus Brandenburg. 

Oktober & November 2016

Zum Ende des Jahres treiben viele Wildstauden noch einmal aus, um mit etwas Grün auch im Winter bei mildem Wetter weiterhin Photosynthese betreiben zu können. Diese frischen grünen Triebe ernten wir jetzt für unseren Herbstsalat (im Bild unten Sushni, Gundermann, Vergissmeinnicht, Barbarakraut, Schaumkraut, sowie zarte Radieschen-, Erbsen-  und Mangoldbabies aus natürlicher Selbstaussaat. Außerdem gibt es ab jetzt wieder Grünkohl (auf dem Foto wird gerade Pesto aus Markstammkohlblättern gemacht), die letzten Sommerkürbisse, reichlich Äpfel für unser beliebtes Apfelkürbiszimt-Risotto. Ach ja, und die Erdbeerweintrauben schmecken nach diesem so unglaublich trockenen Sommer so gut wie nie. 

August & September 2016

Juni & Juli 2016

Nach dem trockenen Frühjahr nun ein trockener Sommer. Es ist die Zeit der Blütensalate, denn viele Pflanzen stecken jetzt ihre Energie jetzt nicht mehr ins Blatt- sondern stattdessen in das Blüten- und Fruchtwachstum. Unsere Salate bestehen jetzt aus den Blüten von Nachtkerze, Süßfenchel,Weidenröschen, Kapuzinerkresse, Wegwarte, Taglilie, Lavendel sowie den beliebten Früchten der Radieschen und Rettiche. Außerdem gibt es jetzt Früchte wie Wildpflaumen, Kirschen, Johannisbeeren, und wir freuen uns bald auf die ersten Tomaten und Bohnen.  

Mai 2016

Es war ein trockenes Frühjahr, doch endlich hat es geregnet. Viele Frühlingskräuter haben schon geblüht. Der Sommer steht vor der Tür. Zögerlich. Wir ernten gerade Salate und Gemüse aus Wildkräutern und wilder Mischkultur: Saubohnenspitzen,Nachtkerzenblätter, Brennnessel, Giersch, Spinat, Gartenmelde, Rettichblätter, Wildkohl, Tellerkraut, Pefferkraut, Süßdolde und Kälberkropf....  hier ein paar Fotos:

April 2016

Jetzt ist der Frühling da, es blühen die Frühlingsblüher  - und es gibt endlich wieder ausreichend zu ernten und zu schnabulieren - die schönste Zeit im Garten und die der zartesten und delikatesten Kräuter des Jahres:

 

- "Wildkräutersalate" mit Bärlauch, Frühlingsbarbarakraut, Gartenkerbel (jetzt schmeckt er am besten!), fünf verschiedenen Sauerampferarten, Pimpinelle, zarten Giersch- und Fenchelspitzen, Rucolakeimlingen, Schlüsselblume, Winterportulak, und und und...

 

- "Wildkräuterpesto" für unsere hausgemachte Pasta (Orechiette alle Erbe), u.a. mit Indianernessel, Dost, Gemüseampfer und Wunderlauch - immer frisch gehackt

 

- "Wildgemüse" u.a. mit Giersch, Löwenzahn, Wegwarte, Hopfenspargel und Brennnessel  

 

- "Garten-Limo" und "Garten-Tee" jetzt wieder mit verschiedenen Minzsorten, Gundermann, Zitronenmelisse und Indianernessel.

 

 

  

März 2016

Im noch kühlen März wachsen die ersten Wildkräuter nur langsam. Hier im Bild der erste kleine Märzsalat mit Gartenkerbel, Wiesenkerbel, Venuskamm, Giersch, Vergissmeinnicht, Pimpinelle, Berliner Bärlauch, Berglauch, Kantenlauch, Gemüseampfer, Hainampfer, Barbarakraut, Scharbockskraut, Löwenzahn, Teefenchel, Behaartes Schaumkraut, Frühlingsschlüsselblume, Braunelle, Knoblauchrauke. Im Café bieten wir kleine Kostproben auf dem Gartenteller an. Fragen Sie nach. 

Außerdem jetzt ab März wieder hausgemachte Pasta mit Wildkräutern und Parmesan (der Spargel auf dem Bild ist aus Italien, nicht aus dem Garten -  unseren eigenen Hopfenspargel ernten wir voraussichtlich im April)

Februar 2016

Jetzt beginnt die Zeit des "Hungry Gap" - wenn die Wintervorräte fast aufgebraucht, die meisten Knollen ausgebuddelt und die Frühjahrsgemüse noch nicht mehr als eine Notiz auf der gärtnerischen To-Do List (Spinat säen! Erbsen vorziehen!) sind. Der Garten ist zu dieser Jahreszeit so leer und trostlos wie nie - und doch ist dies eine der interessantesten Zeiten im Jahr: denn es treiben die ersten Frühjahrskräuter (Scharbockskraut), die Wurzelgemüse und Stauden möchten jetzt an ihrem festen Platz stehen, und es muss entschieden werden, welches Kraut einen Vorsprung erhalten soll, um sich im Frühling gegenüber Konkurrenten durchzusetzen. Spannend. Bei der Gartenführung am 14.02. können die verschiedenen Vegetationsstadien der Wild- und Gartenpflanzen im Spätwinter betrachtet werden - und es gibt Venuskamm, Winterkresse, Schaumkraut und Scharbockskraut zu kosten. Im Restaurant gibt es immer noch Risotto mit Topinambur aus dem Garten und jeden Tag etwas mehr Wildkräutersalat. Zusätzlich benutzen wir zurzeit Artischocken, Broccoletti, Urgetreide und Hülsenfrüchte aus Italien.

Januar 2016

Und prompt ist der Winter nach Berlin gekommen. Der Boden ist gefroren, ebenso die Blätter auch der winterharten Kräuter. Bis es wieder etwas wärmer wird (knapp über 0° reicht aus), gibt es keine Salate aus dem Garten; viele winterharte Blätter vertragen zwar den Frost - nicht aber die Ernte bei Frost. Aber ein paar Gartenzutaten haben wir noch: Es gibt wieder frische Ravioli gefüllt mit Markstammkohl, Lavendel-Limonade, Zitronenblatt-Tee, Parakresse-Schnaps ...und natürlich wieder unser Topinambur-Risotto. Und dann gibt es, ganz ohne Wetterabhängigkeit Pappardelle mit Steinpilzcreme (nicht aus dem Garten) und handgemachte Fettucine mit Bio-Artischocken (aus Italien).

Dezember

Die milden Tage täuschen - denn Gevatter Frost war schon da und hat die Sommerkräuter und empfindlichen Gemüse erwischt. Ihre Überreste liegen jetzt als Mulch auf den Beeten, nähren die Würmer und den Boden. Die Vielfalt im Dezembergarten ist jetzt begrenzt - selbst der Giersch zieht sich zurück! ...und dennoch findet sich noch so einiges: Wintersenf, Brunnenkresse, Barbarakraut, Venuskamm, junge Teefencheltriebe, Wiesenknopf, Hainampfer, Schaumkräuter, Rote Bete & Mangold, Feldsalat, Grünkohl, Schwarzkohl, Markstammkohl, Winterportulak, Vogelsternmiere, Braunelle, Dost, Taubnessel, Gundermann, Gemüseampfer, Gemüsemalve, Wilde Malve, Wegwarte und der allerletzte Borretsch. Und mein Liebling, das Lauch-Hellerkraut mit seinem feinem Knoblauchhauch, von welchem nur die Erinnerung bleibt, nicht aber der Geruch.

November

Nun ist die Zeit der abblühenden Stauden wie Fenchel, Nachtkerzen und Malven, aber auch die der zarten Keimlinge für die Winterernte (Kerbel, Winterportulak, Tellerkraut, Schaumkraut) und der ausgewachsenen Herbstgemüse wie Spazierstockkohl, Mangold, Broccoletti und

Stangenbohnen. Der erste Frost hat bereits beim Jäten geholfen und die nicht winterharten Beikräuter zu Mulch verarbeitet. Und doch lassen sich noch fantastische Salatbouquets pflücken, wie hier mit Käsepappel, Venuskamm, Lauchhellerkraut, Sauerampfer, Borretsch, Pimpinelle, Rotem Senf, Nachtkerze, wilder Möhre, Kapuzinerkresse, Brunnenkresse, Vogelmiere, Hainampfer und Fenchelblütenstaub. Das "Wilde Botanico-Gemüse besteht jetzt aus Brennnessel, Mangold, Markstammkohl und Cima di rapa.

September & Oktober 2015

Tomaten, Kürbis, Bohnen, Äpfel, Pflaumen und jetzt zum Herbst wieder viele viele leckere Blattgemüse (Gänsefuß, Giersch, Cicoria, Magold, Wildkohl, Chinesischer Senf, Gemüseampfer, Cima di Rapa, Brennnessel....)

Juli & August 2015

Juni 2015 - Zeit der Blütensalate und Rettichschoten

Mai 2015

Alles schön macht der Mai. Es hat geregnet, die Sonne scheint.... es wächst und blüht in jeder Ecke: Die Rosengewächse Kirsche, Apfel, Birne, Erdbeere; die Kreuzblütler Markstammkohl (oben rechts), Wiesenschaumkraut, Löffelkraut und Frühlingsbarbarakraut; der leckere Winterportulak (oben links) und Flieder in fast allen Farben. Ohne Zweifel die schönste Zeit im Garten und auf Erden. Für die Küche ist's noch zu früh für Obst und Gemüse aus dem Freiland (erst im Juni erwarten wir die ersten Erdbeeren, Erbsen und Saubohnen) aber es ist jetzt die Zeit der frischen Salate: wir mischen Romanasalat mit Kerbel, Feldsalatsprossen, Schildampfer, Süßdolde, Teefenchel, Winterportulak, Lavendel, Mangold, Blutampfer, Berglauch, Bärlauch, Pimpinelle, Giersch, Malvenblätter, Wiesensauerampfer, Pfefferkraut, Wasabi und und und. Viel Spaß beim Bestimmen, Raten und Genießen! 

April 2015

Im April blühen nicht nur die Schlüsselblumen, Tulpen und Narzissen sondern auch viele Wintergemüse, die den Winter mit frostharten Blättern unter dem Schnee überdauert haben. Das trifft auf viele Kohlgewächse der Gattung Brassica zu, sowie auf einige mehr- oder zweijährige Kressen und Schaumkräuter. Die Knospen und Blütenstände lassen sich als Knospenkohl zubereiten (italienisch Cima de Rapa oder Broccoletti). Wir machen das mit Markstammkohl, Rosenkohl, Frühlingsbarbarakraut, Grünkohl, chinesischem Senf und Broccoli. Sehr lecker mit Pasta, im Risotto oder als Beilage auf unserem "Gartenteller".

Um diese Jahreszeit mischen wir außerdem je nach Tagesernte Giersch, Löwenzahn, Wegwarte, Gemüseampfer, Wunderlauch, Bärlauch und Mangold dazu.

März 2015 - Vorfrühlingskräuter

Der Boden ist noch kalt, die Sonne steht tief und erreicht unseren Hinterhofgarten nur mühsam. Der Frühling lässt noch auf sich warten - und dennoch wachsen schon ein paar Kräuter und läuten die neue Gartensaison ein.

 

Februar 2015 - endlich Winter!

Und doch noch Schnee
Und doch noch Schnee

Jetzt hat es also doch noch geschneit. Für die Grünpflanzen und Kräuter bedeutet das eine Pause, denn nun kann nicht geerntet werden, und die Pflanzen wachsen auch nicht weiter. Manche Arten sterben jetzt ab, andere harren unter der Schneedecke, bis wieder Licht und etwas höhere Temperaturen kommen.

 

Das Bodenleben aber geht auch unter der Schneedecke weiter; organisches Material, das wir im Herbst auf die Beete ausgebracht haben, wird in den A-Horizont des Bodens aufgenommen und langsam zersetzt. Eine ganz wichtige Zeit, nicht nur im Permakulturgarten.

 

Für die Küche nutzen wir jetzt, solange die Vorräte noch reichen, unsere delikaten Topinambur (Jerusalem artichoke): Es gibt ein tolles neues Gericht mit sardischen Gnocchi, Burrata (einem besonders cremigem Mozzarella und geschmorten Topinambur. Außerdem Wild (nicht aus unserem Garten aber direkt aus dem Westhavelland, Linsen mit Würstchen aus Umbrien oder Minestrone (mit Topinambur und den letzten Markstammkohlblättern). Guten Appetit!

 

Wildkräutersalat und -Gemüse gibt es wieder,, sobald der Schnee geschmolzen ist und die Temperaturen wieder über Null sind.

 

 

Januar - die milde Zeit zwischen den Frostperioden

In diesem milden Januar gibt jetzt, obwohl es im Dezember schon Schnee und harten Frost gab, schon wieder (bzw.  noch immer) kleine Mengen an essbaren Wildkräutern zu sehen und zu sammeln. Hier im Bild (von links nach rechts) Winterportulak, Teefenchel, Venuskamm. Ansonsten nutzen wir zurzeit für unseren "botanischen Salat": Kleine Braunelle, Wintersenf, Frühlingsbarbarakraut, Löffelkraut, Lauch-Hellerkraut, Rucola, Petersilie, Lavendel, Kerbel, Pimpinelle, Feldsalat, Radicchio, Wegwarte, Zitronenmelisse, Schaumkraut, Dost.

- nur so lange der Vorrat reicht und das Wetter die Ernte erlaubt. Reservierung empfohlen!

Topinambur im Dezember

Wenn der Boden nicht gefroren ist und nicht zu viel Schnee liegt, dann kann man den ganzen Winter hindurch Knollen von Topinambur aus der Erde buddeln. Diese alte indianische Kulturpflanze ist mit den Sonnenblumen verwandt und schmeckt leicht nach Artischocken (Jerusalem artichoke). Wir bereiten damit ein delikates Risotto oder braten sie zusammen mit Markstammkohl und Grünkohl.

Blätter und Wurzeln im November

Im November beginnt im Garten die Zeit der Blätter und Wurzeln.Bei uns sind das vor allem Mangold, Kohl, Broccoletti und Topinambur (im Bild unten), die praktischerweise auch hervorragend zusammen gekocht werden können (Knoblauch nicht vergessen, und evtl. eine der letzten Chilischoten).

Der Salat wird zu dieser Jahreszeit von der gesunden und leckeren Kapuzinerkresse dominiert, Schnell die vielen Blätter und Blüten ernten bevor der Frost kommt, denn dann ist es vorbei mit ihr... und vielem anderen, das jetzt noch munter vor sich her wächst, als ob der Winter niemals kommen würde...

Oktober - der Monat vor dem Winter

Im Oktober reifen die letzten Früchte des Gartenjahres heran: Bei uns sind es v.a. Feuerbohnen, Kürbisse, Äpfel und Walnüsse. Gleichzeitg reifen Samen für Tee (Fenchel), die Aussaat im nächsten Jahr (Melde) und als Winterfutter für Vögel (Nachkerze). In der kühlen Jahreszeit treiben auch zahlreiche Kräuter für Wintersalate heran, wie etwa Postelein, Barbarakraut, Wintersenf und Brunnenkresse. Für unsere "Foglie, das gemischte Blattgemüse auf Garten-und Bauernteller ernten wir außerdem: Zichorie, Mangold, Gänsefußsamen (ähnlich Quinoa), Löwenzahn, Markstammkohl, Giersch, Brennnesseln, Amaranth, Malaberspinat.

September, Erntemonat

September ist die Zeit der Fruchtgemüse, die jetzt schnell noch vor dem Winter heranreifen müssen. Gleichzeitig beginnt die Aussaat für die Winterkulturen. 

Wilde Tomaten im August

August ist Tomatenzeit. Schnell, wir müssen schneller sein als die Braunfäule, die ab Spätsommer mache Freilandtomaten befällt. Bei uns wachsen dieses Jahr folgende Sorten (alle Bio):

Rote Murmel, Johannisbeertomate Yellow Currant, Wildtomate Humboldtii, Black Cherry, Koralik, Clarita, Harbinger, Brandywine, Tiger Tom, Henriks Schwarze, Sun Baby, Vesennij Mieurinski, Fandango.

Blütenpracht im Juni und Juli

Im Frühsommer gibt es den schönsten Salat des Jahres, denn viele Kräuter und Gemüsepflanzen blühen in ihrer schönsten Pracht. Die meisten Pflanzen mit essbaren Blättern haben auch essbare Blüten - und diese bereichern das Aroma durch ihren süßen Hauch Nektar. Auf dem Bild frische essbare Blüten von Fenchel, Pastinak, Borretsch, Weidenröschen, Nachtkerze, Koriander, Rucola, Malve, Rettich und Rose. Dazu Rettichschoten, Blätter des Katzenschweifs, Berglauch, Wilde Rauke, Spitzwegerich, Pfefferkraut und Blattsalat. Außerdem sind jetzt Johannisbeeren, Stachelbeeren und Sauerkirschen reif... und bald, sehr bald die fabulosen Japanischen Weinbeeren. Beeilt Euch, bevor die Kinder alles wegpflücken! Für die Erwachsenen gibt es jetzt die Blüten des Muskatellersalbeis zu riechen... und die ersten zungenberauschenden Prickelknöpfe der Parakresse zu versuchen. 

Alles schön macht der Mai

Im Mai wird unser Permakulturgarten zum Dschungel. Während die Sommergemüse wie Tomaten, Zucchini, Bohnen, Mais erst gepflanzt werden, schießen die Stauden und Frühlingsblumen mit aller Pracht in die Höhe. Wir ernten die ersten Triebspitzen der Puffbohnen, den letzten Giersch, Spinat, Mangold, Wildkohl und Zichorie für unsere "Foglie", das wilde Blattgemüse der Saison. Und wir warten ungeduldigauf die ersten heißen Tage, damit die Erdbeeren und die Dicken Bohnen reifen können: die ersten Früchte des Jahres.

 

Update 29.5.: ab jetzt gibt es wieder Holunderbütensirup in der Gartenlimo! Endlich!

 
 
 

April - Zeit der essbaren Stauden

Ab April beginnt die Saison der mehrjährigen Wildgemüse und essbaren Stauden. Wir ernten jetzt Delikatessen wie den Hopfenspargel, den völlig unbekannten und herrlich pikanten Meerrettichspargel, Wildkohl, Giersch, Spinat und die ersten Brennnesseln. 

März... the Hungry Gap

So heißt die Zeit, in der die Wintervorräte aufgebraucht sind (unsere Topinambur z.B. wurden alle aufgegessen) und die neue Gartensaison noch nicht einmal richtig begonnen hat. Neben den ersten nun auflaufenden Wildkräutern, die uns jetzt mit im Winter sehnlichst vermissten Vitaminen versorgen, isst man jetzt vor allem Kohl, und zwar die Sorten, die den Winter überlebt haben: Grünkohl (Ostfriesische Palme), Rosenkohl, Brokkoli (Early Sprouting), Markstammkohl (ähnlich dem Col Gallega aus Portugal und Gallizien), Sibirischer Schnittkohl (Russian Hungry Gap), Helgoländer Wildkohl.

Ansonsten ist Geduld gefragt, denn die ersten Aussaaten (Salat, Spinat, Melde,  Kresse, Radieschen, Dicke Bohnen und Erbsen) wachsen in der noch kühlen Erde und bei frostigen Nächten sehr langsam. Gut, dass wir so viele Stauden und mehrjährige Kräuter im Garten haben - deren zarter Frühjahrsaustrieb schmeckt zu dieser Jahreszeit am allerbesten!

Februar 2014

Der Schnee ist schon wieder weg und wir ernten, mitten im Februar, die ersten Vorfrühlings- und Nochwintersalate:

Landkresse, Winterkresse, Venuskamm, Lauchhellerkraut, Behaartes Schaumkraut, Kleine Braunelle und etwas Feldsalat - alles was im Freiland -17 Grad überlebt hat und sich wie wir alle auf den Frühling freut. Die ersten, herben, frischen Wintersalate - in kleinen Mengen jetzt im Restaurant. Fragen Sie nach oder reservieren Sie im voraus.

Januar 2014

Im tiefen Winter, jetzt da Boden und Blätter gefroren sind, wird die Erntezeit unterbrochen. Da wir kein beheiztes Gewächshaus haben, beschränken sich unsere Gartenerzeugnisse deshalb auf gut haltbare Produkte wie Topinambur, Walnüsse, Honig, Marmelade, Kompott, Kräuterschnaps.

 

Im Boden stehen immer noch viele mehrjährige Stauden und Herbstsaaten, die, sobald der Frost nachlässt, für die delikatesten Wildkräutersalate gepflückt werden können. Das frische Grün im Vorfrühling ist nämlich das schmackhafteste und, nach den Entbehrungen des Winters, auch mit das gesündeste was die Natur zu bieten hat. Lassen Sie sich überraschen. Der Frühling kommt bestimmt. . 

 

Bis dahin kochen wir im Café vorwiegend mit haltbaren und lagerfähigen Erzeugnissen, wie unseren eigenen Topinambur,  sowie Hülsenfrüchten  und Getreide (v.a. Emmer) von unseren Partnern aus Umbrien. Außerdem gibt es jetzt traditionell mehr Fleisch (möglichst mit Wild aus der Region).

Dezember 2013


Im milden Winter wachsen noch etliche robuste und kräftige Wildkräuter
und grüne Wintergemüse. Der Geschmack wird jetzt intensiver, da die
Pflanzen sich mit Bitterstoffen und scharfen aetherischen Ölen gegen
den Frost schützen. Das ist gesund und pustet durch wie ein
Winterspaziergang über das Tempelhofer Feld.

Zurzeit pflückt unser Gärtner noch zahlreiche verschiedene Kräuter, die wir für Salate, Risotto, Suppen und Pasteten verwenden. Außerdem ist jetzt Grünkohlzeit (im Bild der brandenburgische Markstammkohl, eine an unser Klima angepasste Sorte des Galizischen Kohls (Col Gallega).

November 2013

Diesen Monat haben wir den Herbstaustrieb der Brennnesseln für Pesto geerntet. Das gibt es jetzt ab sofort mit dem Gartenteller und den Bruschette zu kosten. Und im Risotto. Außerdem kochen wir diese Woche mit Meerrettichspinat und Malvenblättern, sowie Kürbis, Apfel und den letzten Himbeeren der Saison auf den Tartelettes.